- Geschichte des Vereins:
Der Verein wurde 1990 gegründet, als die
Äußerungsfreiheit in Rumänien dank der Dezemberrevolution von 1989 möglich geworden
ist.
Die Mitglieder des Vereins sind: Intellektuelle,
Bauer, Handwerker und Händler aus Temeswar und anderen Ortschaften aus dem Südwesten
Rumäniens (aus den Kreisen Timis,
Caras-Severin und Mehedinti), die dem Zwangsverschickungsprogramm vom 18 Juni 1951
unterzogen wurden.
Zum Verein gehören Rumänen, Deutsche, Serben,
Bulgaren, Ungarn, Juden und Arumänen. Der Verein der gewesenen Zwangsverschickten nach
Bãrãgan ist ein unabhängiger eingetragener Verein, der sich vorgenommen hat, die
sozialen Rechte der Personen, die unter den Greueltaten der Zwangsverschickung nach Bãrãgan 1951 gelitten haben, zu
fördern.
Der Verein kämpft für die Neuwertung der
multiethinischen Traditionen des Banats und der historischen Werte.
IIm Rahmen der dokumentarisch - publizistischen
Tätigkeit hat der VgZB eine umfangreiche Untersuchung in den Archiven für die Gründung
einer Daten- und Urkundenbank mit Bezug auf die Deportation durchgeführt. Diese Arbeit
hat sich in der Veröffentlichung einer Anzahl von Büchern und in Dokumentarfilmen
verwirklicht. Bei der 45-ten Gedenkfeier im Jahre 1996 wurde das Monument der Deportierten
im Justizpark in Temeschburg/Temeswar errichtet. Die Tätigkeit des VgZB hat sich
chronologisch wie folgt abgespielt:
- Im Jahre 1993 wurden zusammen mit der
TV-Produzentin Lucia Hossu Longin zwei Filme im Rahmen des dokumentarischen Serienfilms
1994 Das Schmerz - Memorial gemacht: Die Zwangsverschickten nach
Bãrãgan, gesendet vom Nationalfernsehen TVR 1
- 1994 erscheint der Band Pfingsten
`51. Fragmente aus der Zwangsverschickung von Viorel Marineasa und Daniel Vighi beim
Marineasa Verlag; der Band wurde in der Anwesenheit einer großen Anzahl von Studenten und
gewesenen Zwangsverschickten an der West - Universität Temeschburg/Temeswar aufgebracht.
Dem Buch wurde die Auszeichnung des Schriftstellervereins Temeschburg/Temeswar erteilt..
- 1995 - Eine Fotoausstellung
Bãrãgan 1995 wurde im Banat Museum Temeschburg/Temeswar eröffnet; die
Ausstellung präsentierte Fotos und das Bilderbuch Das Fotogedächtnis einer
Zwangsverschickung, herausgegeben vom Architekten Mihai Botescu.

- 1996 -Enthüllung des
Deportiertenmonuments in Anwesenheit der Ortsbehörden und vieler Stadtsbewohner. Es wird
der Band Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan. Schicksale, Urkunden,
Reportagen von Viorel Marineasa, Daniel Vighi und Valentin Sãmântã beim Marineasa
Verlag veröffentlicht.

- 1998 erscheint der Band Der
Deportationslager. Seiten aus dem Bãrãgan - Lager von Rafael Mirciov beim Mirton
Verlag; der Autor war selbst zusammen mit seiner Familie nach Bãrãgan zwangsverschickt.
Das Buch stellt die Deportierungsgeschichte der bulgarischen Gemeinschaft aus dem Banat
vor. Der Lancierung des Buchs folgte die Eröffnung der Ausstellung von Ölgemälden und
Graphiken der Frau Petronela Tölgy - Ganciov und Dr. Petru Augustinov. Auch in diesem
Jahr wurde der Dokumentarfilm Das Heimkehren in der Regie von Iosif Costinas
gedreht. Dessen Erstaufführung fand im Adam Müller Guttenbrunn - Haus in
Temeschburg/Temeswar statt, wobei die Nationalpremiere im Französischen Kulturzentrum
Bukarest stattfand.
- Im Jahr 2000 hat der VgZB im Namen des
rumänischen Präsidents, Emil Constantinescu, die Medaille und das Diplom 10 Jahre
Kampf für die Demokratie bekommen. Die Auszeichnungen stellen die Belohnung für
die Mühe dar, die der Verein für die Einsetzung der Demokratie und das Erfahren der
geschichtlichen Wahrheit verrichtet hat.
- Anlässlich der 50-ten
Gedenkfeier wurde 2001 das Dokumentarbuch Die
Zwangsverschickten nach Bãrãgan 1951 - 1956, unter der Koordinierung des
Dipl. - Ing. Drd. Silviu Sarafolean,
herausgegeben. Der Band wurde mit der Unterstützung einer Studentengruppe von der
Fakultät für politische und Verwaltungswissenschaften der Universität
Banatul Temeswar und von der Fakultät für Jura der West - Universität
Temeschburg/Temeswar herausgebracht.
- Der Verein plant die Herausgabe auch
anderer Bücher über das Leben der Deportierten mit Hinsicht auf sozial - wirtschaftliche
und erzieherische Aspekte wie die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen. Ein anderes
Projekt betrifft die Zusammenstellung einer Anthologie von literarischen Werken, die als
Thema die Zwangsverschickung haben.
© Der
Verein der gewesenen Zwangsverschickten nach Bãrãgan
Piata Libertãtii No. 2, 2nd floor, apt. 10, 1900
Tel/fax 0040-(0)256-29.27.97
E-mail: depbaragan@rdslink.ro
Web-Seite: WWW.AFDB.EPROCOM.ORG
Temeschburg (Temeswar), Rumänien, Europa

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