Veröffentlichungen:

„Pfingsten `51 - Fragmente aus der Zwangsverschickung“ | „Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan - Schicksale, Urkunden, Reportagen“ | „Das Fotogedächtnis einer Zwangsverschickung“ (Bilderbuch) | „Der Deportationslager - Seiten aus dem Lager des Bãrãgans“  | „Die Zwangsverschickten nach Bãrãgan 1951 - 1956“

„Pfingsten `51 - Fragmente aus der Zwangsverschickung“ (Autoren: Viorel Marineasa, Daniel Vighi)Pfingsten `51 - Fragmente aus der Zwangsverschickung
        In der Pfingstnacht des Jahres 1951 (18-ter Juni) wurden viele Familien aus Dörfern und Städten des Banats und Olteniens, die mit der jugoslawischen Grenze benachbart waren, aus ihren Häusern zwangsmäßig abgeholt und in eine ihnen unbekannte Richtung transportiert.
        Es ging das Gerücht, dass man bis Sibirien nicht stehenbleiben würde.
        Offiziere-, Unteroffiziere- und Securitatesoldaten sind in dieser Juninacht über mehrere Bauernhäuser, in denen die Menschen schliefen, bewaffnet hergefallen.
        Man sagte den Menschen, das Nützlichste zusammenzuraffen; außerdem gab man ihnen zu verstehen, dass sie niemals zu ihren Häusern zurückkehren würden.


  „Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan - Schicksale, Urkunden, Reportagen“ (Autoren: Viorel Marineasa, Daniel Vighi, Valentin Sãmîntã):Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan - Schicksale, Urkunden, Reportagen
        Was stellt dieser Band dar? Nicht unbedingt ein wissenschaftliches Vorhaben, sondern vielmehr eine Radiographie des Gedächtnisses, der Geschehnisse, der Individuen wie der Menschengruppen; kein rigides Protokoll von Fußnoten, sondern das Bedürfnis der Neuerschaffung einer Welt; weder ein einfaches Aussagenbuch, noch eine Erdichtung oder gründliche Wiederherstellung, sondern eine postmoderne Wette: das Wehen des Prosas in der Trockenheit von alten Urkunden.

 

 


„Das Fotogedächtnis einer Zwangsverschickung“ (Bilderbuch) (Textautoren: Viorel Marineasa, Daniel Vighi; graphische Ausführung: Mihai Botescu)Das Fotogedächtnis einer Zwangsverschickung (Bilderbuch)
        Das Bilderbuch ist ein zusätzliches Mittel zur Befestigung des Andenkens an eine fast unbekannte Tragödie. Ein therapeutisches Mittel gegen die Unumkehrbarkeit der Geschichte.
        Die Seiten des Bilderbuchs sind Fragmente eines Lebens, das anders nicht mehr wiederzugewinnen ist.
        Der Band führt uns in eine Welt ein, in der das Leben in den harten Bedingungen des Bãrãgans neu gestaltet und wiederaufgebaut wurde: von der Herstellung von Strohlehm für die Häuser zu den Schulen und Leichenzügen, von den Hochzeiten zu den Produktionsplänen des Reisanbaus.
        Die Auswahl der Bilder wurde derartig gemacht, dass das Buch die meisten Ortschaften beinhaltet: der Bau der ersten Hütten, danach der ersten typisierten Häusern, die aus Lehm errichtet und mit Stroh oder Schilf bedeckt wurden, die täglichen Mühen - in erster Reihe die Feldarbeit; trotz der schweren Bedingungen hat das Leben seinen Lauf beibehalten.


Der Deportationslager - Seiten aus dem Lager des Bãrãgans“(Autor: Rafael Mirciov)Der Deportationslager - Seiten aus dem Lager des Bãrãgans
        Der Autor versichert uns, dass „die Seiten dieser kurzen Geschichte ihre Quelle in ihrer moralischen Pflicht haben - und zwar die Bekanntmachung einiger Aspekte aus der Zeit der kommunistischen Tyrannei, mit direktem Hinweis auf die Zwangsverschickung nach Bãrãgan zwischen den Jahren 1951 und 1956“.
        Wir haben die Wahrheit in unserem Gedächtnis 40 Jahre in der Form von gefangengenommenen Gedanken bewahrt. Das Buch des Herrn Mirciov stellt das Schicksal der bulgarischen Bevölkerung dar.
        Mittels dieser Scheinbegrenzung gewinnt die Nachforschung Detaileigentümlichkeit und -kraft, aber zur gleichen Zeit hebt diese Nachforschung die spezifische Multikulturalität des banatischen Lebensraums hervor. Die Großeltern, die Eltern, die Gebrüder und fast alle Verwandte des Autors haben die Zwangsverschickung erlitten. Manche davon sind in fürchterlichen Schmerzen gestorben. Für all diese können wir heute nichts mehr machen - außer ihnen das Recht an Andenken zu gewähren. Das Andenken hat auf eine Weise die Zwangsverschickten gerettet, indem es ihnen zum Überleben geholfen hat. In Bãrãgan haben sie nie vergessen, wer sie waren noch woher sie zwangsmäßig wegtransportiert wurden. Sie haben die Schellen der Deportation würdevoll getragen; sie haben die harten Jahre des Zwangsdomizils nie vergessen.
        „Ohne die mystische Kraft des Andenkens hätte ich die traurige Geschichte der Zwangsverschickung der Bulgaren nach Bãrãgan nicht schreiben können“, sagt der Autor.


„Die Zwangsverschickten nach Bãrãgan 1951 - 1956” (Autorenkollektiv unter der Leitung des Präsidenten des VgZB, Herrn Dipl. - Ing. Drd. Silviu Sarafolean) Die Zwangsverschickten nach Bãrãgan 1951 - 1956
        Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan gehört zu den unzählbaren politischen und sozialen Ungerechtigkeiten, die während der kommunistischen Diktatur in Rumänien begangen worden sind.
        Die Idee des VgZB - Temesch, die Namen aller Zwangsverschickten zu präsentieren, indem diese in einem monumentalen Band eingeschrieben wurden, kommt nicht nur vom Recht an Andenken einer Anzahl von Schicksalen, die durch die Geschichte entstellt worden sind, sondern diese Idee ist gleichfalls die Erfüllung der Pflicht der überlebenden Nachkommen gegenüber ihren Familien und Verwandten, die die lange im gemeinsamen Schmerz der Deportierung verlorene Namenreihe darstellt.
        Die Zwangsverschickung nach Bãrãgan ist in breitem Maße unbekannt. Nur die Erkenntnis der Wahrheit kann Quelle von moralischer Gesundheit und Schild gegen die Feindseligkeiten der Geschichte, die wiederkehren können, sein.
        Das Buch „Die Zwangaverschickten nach Bãrãgan 1951 - 1956“ repräsentiert nicht nur ein Monument für die Martyrer des Bãrãgans, sondern auch der Grab und das Kreuz der Deportierten. Der Band enthält sowohl die Namen der Toten als auch diejenigen der Lebenden. Allmählich treten auch die Lebenden in den Schattenreich und dann werden sie nichts mehr als ein Kreuz von traurigen Seiten auf den Gräbern der Zwangsverschickten nach Bãrãgan sein.
        Die vielen Deportiertennamen werden in dieser Weise in einem Rauschen der Wahrheit zum Himmel hinaufgetragen.


© Der Verein der gewesenen Zwangsverschickten nach Bãrãgan
Piata Libertãtii No. 2, 2nd floor, apt. 10, 1900
Tel/fax 0040-(0)256-29.27.97
E-mail:
depbaragan@rdslink.ro
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Temeschburg (Temeswar), Rumänien, Europa

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