Die Zwangsverschickung ist eine Politik der
totalitären Regimes, die eine große Verbreitung in den UdSSR in der Zeit der
stalinistischen Diktatur kannte. Nach der sowjetischen Besetzung des Landes wurde dieses
Verfahren auch in Rumänien aufgenommen: Über 12.791
Familien bzw. 40.320 Personen wurden aus
dem Westen des Landes in die Bãrãganebene im Südosten Rumäniens verschickt. Deportiert
wurden Rumänen, Deutsche, Bulgaren, Ungarn, Serben (verdächtigt der Sympathie für das
Regime des Marschalls Iosif Broz Tito, ein Dissident gegenüber des Kominterns, die von
Stalin streng kontrollierte Internationale), Arumänen (aus dem Balkan geflüchtete
Bevölkerung romanischer Herkunft) und Juden. Für die Blockade, Festnahme und Abführung
benützte man militärische Effektivbestände, bestehend aus Grenzsoldaten, Miliz und
Securitate (die gewesen politische Polizei).
Die Gesamtzahl des Militärs war von 20.106
Männern, eine beeindruckende Zahl, zumal sie mit Kriegsausrüstung und -munition
bewaffnet waren.
Die Menschen wurden unter direkter Aufsicht der Parteiaktivisten, der Miliz
und der Securitate in Güterwagen gesteckt.
Die Abgeführten hatten geglaubt, dass sie sich auf
dem Weg nach Sibirien befänden, die Züge aber machten in Bãrãgan Halt; hinzugefügt
sei, dass die Bãrãgansteppe viele geographische (harter Winter und glühend heißer
Sommer) sowie auch sozial - wirtschaftliche Ähnlichkeiten mit Sibirien aufweist.
Zwischen den Jahren 1951 und 1956 haben die
Menschen das leben in der Bãrãgansteppe erlitten.

Die Deportierten waren hier gezwungen sich Häuser
aus Erde zu bauen; diese wurden dann mit Schilf oder Strohhalmen bedeckt. Die
Zwangsverschickten wurden in 18 neu geschaffenen Dörfern eingeteilt.
In Bãrãgan haben diese Menschen keinen Augenblick
vergessen, wer sie waren noch von wo sie zwangsmäßig weggeführt wurden; sie haben mit
Würde die Handschellen der Deportierung und ihr Glauben an Gott in ihren Herzen getragen.
Die Nachwelt ist allen diesen Menschen DAS RECHT AN ANDENKEN schuldig.
© Der
Verein der gewesenen Zwangsverschickten nach Bãrãgan
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Temeschburg (Temeswar), Rumänien, Europa
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